Eine echte Glückskatze

Sie haben schwarze und rote Flecken auf ihrem weißen Fell, besitzen zwei X-Chromosome (sind somit immer weiblich) und werden Tortie (engl. tortoise shell für „Schildkrötenpanzer“) genannt. Die Züchter bezeichnen die dreifarbigen Samtpfoten wegen ihrer außergewöhnlichen Fellfärbung (schwarz, rot, weiß) auch als ´Tricolor´. Das Stubentiger Café in Hannover hat eine solche Glückskatze namens Kito mit zwei unterschiedlichen Augenfarben. Das eine Auge von Kito ist braun und das andere blau. Dieses sogenannte Odd-Eyed-Phänomen kommt bei Tortie-Katzen häufiger vor. Der Charakter der Tortie-Katzen wird von Katzenhaltern als eigensinnig und divenhaft beschrieben.

Früher wurde den Tortie-Katzen eine besondere Bedeutung bei einer langen Schifffahrt zugeschrieben. Stand diese bevor, nahm man immer Schildpatt Katzen, wie Sie auch im Volksmund genannt werden, mit an Bord. Diese sollten das Schiff vor schwerem Unwetter oder gar Schiffsbruch schützen. Vor allem aber im Mittelalter waren die Menschen der festen Überzeugung, dass Tortie-Katzen das Haus vor Feuer schützen können.

Heute sind Schildpatt Katzen besonders in Japan sehr beliebt. Sie sollen Reichtum bringen und das eigene Haus vor Feinden schützen. So kann man in Japan Keramik-Katzen, die sogenannten “Maneki Neko”, mit einem winkenden Arm kaufen. Die erhobene Pfote der Katze soll ihrem Besitzer reichlich Glück bringen. Die Schotten vertrauen außerdem darauf, dass die dreifarbigen Schönheiten auch heilende Kräfte haben.

Wir denken, selbst wenn an diesen Überlieferungen nichts Wahres sein sollte, hat dennoch jeder Halter von dieser interessanten Katzenrasse, so wie auch das Stubentiger Café in Hannover, ein echtes Glückslos gezogen.

Von Natali Dilmann

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